Die Gestalttherapie ist ein psychotherapeutischer Ansatz, in dem der Mensch in seiner Ganzheit gesehen wird, im Vertrauen auf all seine Stärken und Ressourcen. Die Gestalttherapie geht vom gesunden Potential eines jeden Menschen aus, das durch schwierige Lebenssituationen, Krisen oder Krankheiten blockiert sein kann.
Der Begriff „Gestalt“ bedeutet, unabgeschlossene, offene Gestalten in den Vordergrund treten zu lassen, um sie dort zu bearbeiten und abzuschließen. Das können aktuelle oder immer wiederkehrende Konflikte sein, die die eigene Person oder die Beziehungen zu anderen und ihre Umwelt betreffen.
Die Gestalttherapie ist viel mehr als nur ein Therapieansatz. Sie ist eine Haltung der authentischen Begegnung, vorurteilsfrei und gekennzeichnet durch Wertschätzung und Achtsamkeit sich selbst und seinen Mitmenschen gegenüber. Statt zu „müssen“ und zu leisten geht es darum, zu sein und zu entfalten, was da und vorhanden ist. Das Ziel ist es, die eigenen Potentiale, Stärken und Ressourcen wieder zu entdecken und in die Persönlichkeit zu integrieren.
Als Methoden kommen - neben dem Gespräch - Elemente aus Rollenspiel, Imagination, Aufstellungen, Kunsttherapie und Körperarbeit flexibel zum Einsatz.