Ich lebe mit meinem Mann, drei Söhnen und einer Katze in Darmstadt und bin seit vielen Jahren Lehrerin an einer Grundschule im sozialen Brennpunkt.
Die Gestalttherapie begegnete mir vor einiger Zeit, als ich mich selbst in einer tiefen Krise befand und nicht mehr weiter wusste. Ich fühlte mich ausgebrannt und leer, erschöpft vom Spagat zwischen Familie und Beruf und dem Versuch, meinen völlig überhöhten Ansprüchen an mich selbst gerecht zu werden. In der Begleitung meiner Gestalttherapeutin kam ich mir selber schrittweise wieder näher. Ich erkannte, wie ich mich selbst blockierte, lernte, mehr für mich einzustehen, mich innerlich neu auszurichten und kam wieder in Verbindung mit meinen inneren Kraftquellen. Um diese wertvollen Erfahrungen an andere weiterzugeben, ließ ich mich zur Gestalttherapeutin ausbilden.
Am gestalttherapeutischen Ansatz begeistert mich der Fokus darauf, dass alles, was ist, sein darf! Alles, was wir denken, fühlen, tun, hat einen tieferen Sinn, den wir allerdings nicht immer selbst erkennen können. Im Gespräch, spielerisch oder im kreativen Ausdruck, vor allem aber in der authentischen, ehrlichen Begegnung mit unserem Gegenüber, wird es uns möglich, uns selbst bewusster zu werden, Dann können wir lernen, auch bisher abgelehnte Anteile in uns zu verstehen und anzunehmen, damit diese sich wandeln können.
Die ADHS-Diagnosen meiner Söhne 2024 und 2025 waren es dann, die mich zu der Ausbildung zum Coach für Neurodivergenz führten. In der intensiven Auseinandersetzung mit Hochsensibilität, Hochbegabung, ADHS und dem Autismus-Spektrum faszinierte es mich, mehr über die ganz natürliche Vielfalt und Funktionsweise der menschlichen Gehirne zu erfahren. Ich entwickelte ein tieferes Verständnis dafür, wie unterschiedlich wir Menschen Informationen verarbeiten und die Welt wahrnehmen und erleben und dass gerade dadurch ganz individuelle Bedürfnisse und Grenzen bei uns allen entstehen. Das öffnete mir die Augen und half mir, mich und meine Familie besser zu verstehen. Mir wurde klarer, was zu den Schwierigkeiten in unserem familiären Alltag beigetragen hatte, zu den Belastungen, Nöten und Konflikten, die so oft zu Hilflosigkeit und Überforderung bei allen Beteiligten geführt haben.
Auch im schulischen Kontext ist dieses Wissen und Verständnis eine große Bereicherung in der Begleitung meiner Schülerinnen und Schüler und deren Familien!
Bereits eine offenere und verständnisvollere innere Haltung uns selbst und anderen gegenüber, gibt uns die nötige Flexibilität, unsere täglichen Herausforderungen gelassener zu meistern und eigene Lösungswege für uns zu entdecken.
Mein Anliegen ist es, Menschen jeden Alters darin zu unterstützen, eine solche Haltung zu entwickeln, mitfühlend und tolerant im Umgang miteinander. Dabei fließen all meine Erfahrungen, die ich beruflich und privat machen durfte, in meine Arbeit mit ein und ermöglichen es mir, in der Begleitung ganz individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse meiner Klienten einzugehen.